
Unterhaltsam, aber auch spekulativ - Der Mensch ist von Natur aus neugierig. Zur angeborenen Neugierde gesellt sich später die anerzogene Sparsamkeit. Vereinigt man diese beiden Eigenschaften, entsteht die Frage, welche Hersteller hinter den einfarbigen Verpackungen der Handelsmarken stecken. Die Antworten soll dieses Buch geben.Und da liegt auch schon der Haken. Zwar gelingt es dem Autor, einige Beziehungen herzustellen, die in erster Linie auf einem einfachen Adressvergleich beruhen, nur wirklich gesicherte Erkenntnisse werden leider nicht oft geliefert. Natürlich trifft man bei dem Thema auf eine Wand des Schweigens, aber eine einfache Vor-Ort-Recherche hätte in vielen Fällen mit Sicherheit einen endgültigen Beweis erbracht. Leider entsteht hier der Eindruck, dass der Autor sich oft auf Aussagen in Chat Foren und die Benutzung einer Telefon-Auskunft beschränkt hat. Die wahren Beziehungen hinter den Werkstoren bleiben weiterhin im Verborgenen und die spannenden Informationen über Großkonzerne, die inzwischen viele kleine Anbieter geschluckt haben, bleiben fast komplett außen vor.Von den Informationen bin ich eher enttäuscht gewesen. Hatte ich doch Beweise und nicht Behauptungen erwartet. In dem Punkt kann ich nur zwei Sterne vergeben.Positiv zu vermerken sind hingegen die zusätzlichen Informationen am Ende des Buches und die lockere Schreibe des Sportlehrers. Der Einkaufsführer für 2006 ist natürlich in 2007 nicht mehr so ergiebig, aber dafür verweist der Autor auf einige interessante Quellen, die zum Selber-Nachforschen anregen. Die positiven Aspekte und der günstige Preis heben die Wertung um einen Stern auf die engültige Bewertung von DREI STERNEN.
Gut angelegtes Geld - Wenn es um Aldi, Lidl und Co geht, herrschen in der Regel zwei unversöhnliche Ansichten vor: Die einen glauben, dass dort nur Schrott verkauft wird, die anderen glauben, das dort Waren angeboten werden, die identisch sind mit etablierten Markenprodukten. Beide Ansichten sind jedoch in ihrer Einseitigkeit falsch, und das Buch von Bertram lässt dies deutlich klar werden. Denn offenbar ist es so, dass bei Aldi viele Markenhersteller ihre Produkte platzieren, doch dass es sich dabei oft nicht um diesselben Waren handelt, die sonst auf dem Markt angeboten werden. Es ist also prinzipiell möglich, dass man sich den Schrott aus der Herstellung eines Markenherstellers kauft. Alles klar? Wenn nicht, macht das auch nichts. Denn das überaus preiswerte Buch hilft dabei, sich im Dschungel der Discounter nicht rettungslos zu verlieren. Eine absolut lohnende Investition!
Die Hersteller der No-Name Produkte bei allen Discountern - Schon oft habe ich mich gefragt, wer denn die Hersteller der No-Name Artikeln bei den Discountern sind. So systematisch und mit so vielen Details wie in diesem Buch habe ich noch nirgends über diese Fragen gelesen. Hier werden alle wichtigen Discounter in Deutschland überprüft. Das Ergebnis ist überzeugend. Auf beinahe 300 Seiten sind das glaube ich fast 500 No Name Produkte, deren Hersteller genannt werden. Sogar woher der Aldi Champagner kommt, hat der Autor herausbekommen. Das und vieles mehr habe ich noch nirgendwo gelesen.Dazu gibt es im Anhang noch eine praktische Übersicht, wann es welche Aktionsangebote gibt. Das Buch hat mich restlos überzeugt. Es ist das beste zum Thema.